Technik

Anker SOLIX Solarbank 3 Pro vs. 4 Pro 2026: Unterschiede & Vergleich

Zwei unterschiedlich große graue Heimspeicher von Anker SOLIX stehen nebeneinander auf einer hellen Terrasse vor einer modernen Hauswand; links das kompaktere Modell Solarbank 3 Pro, rechts das größere Solarbank 4 Pro.

Das Wichtigste in Kürze

Für die meisten klassischen Balkonkraftwerke ist die Solarbank 3 E2700 Pro der ausgewogenere Speicher. Sie bietet 2,688 kWh Basiskapazität, vier MPPTs, bis zu 3.600 W PV-Eingangsleistung und lässt sich auf rund 16 kWh erweitern. Damit eignet sie sich besonders für Haushalte mit zwei bis acht Modulen, moderatem Abendverbrauch und dem Wunsch nach einem vergleichsweise kompakten System.

Die Solarbank 4 E5000 Pro ist die leistungsstärkere Wahl für größere Anlagen. Sie startet bereits mit 5,024 kWh, unterstützt bis zu 5.000 W PV-Leistung und kann auf rund 30 kWh erweitert werden. Auch der Off-Grid-Ausgang ist mit bis zu 2.500 W deutlich stärker. Sie lohnt sich deshalb vor allem bei großen Modulflächen, hohem Nachtverbrauch, stärkerem Notstrombedarf oder wenn langfristig ein umfangreiches Heimenergiesystem geplant ist.

Kurz gesagt: Für ein typisches Balkonkraftwerk würden wir eher zur Solarbank 3 Pro greifen. Wer von Anfang an deutlich mehr Kapazität, PV-Leistung und Ausbaureserve benötigt, ist mit der Solarbank 4 Pro besser aufgestellt.

Die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro und Solarbank 4 E5000 Pro verfolgen dasselbe Grundprinzip, unterscheiden sich inzwischen aber deutlich bei Kapazität, PV-Leistung, Erweiterbarkeit und Notstromversorgung. Für die meisten klassischen Balkonkraftwerke bleibt die Solarbank 3 Pro mit 2,688 kWh ein sehr ausgewogener Speicher. Die Solarbank 4 Pro startet dagegen bereits mit 5,024 kWh, verarbeitet bis zu 5.000 W PV-Leistung und kann auf rund 30 kWh erweitert werden. Damit richtet sie sich stärker an größere Anlagen und Haushalte mit höherem Energiebedarf. 

Die Solarbank 4 ist also nicht einfach die bessere Solarbank 3. Wer nur zwei bis vier Module betreibt und einige Kilowattstunden Solarstrom vom Tag in den Abend verschieben möchte, profitiert nicht automatisch von einem doppelt so großen Speicher. Wer dagegen eine größere Modulfläche, hohe Lasten, mehr Notstromleistung oder langfristig deutlich mehr Speicherkapazität plant, bekommt mit der neuen Generation wesentlich mehr Reserven.

Die ältere Solarbank 2 spielt bei Neukäufen von Balkonstrom® keine zentrale Rolle mehr. Da jedoch weiterhin viele Nutzer nach dem Unterschied zwischen Anker SOLIX 2 und 3 suchen, ordnen wir auch diesen Generationswechsel weiter unten ein.

Jetzt kostenlose Expertenberatung jetzt anfragen!

Anker SOLIX Solarbank 3 Pro vs. 4 Pro im Vergleich

Auf den ersten Blick wirken beide Generationen ähnlich: Akku, Solarregler, Wechselrichter, App-Steuerung und vier MPPTs befinden sich in einem System. Die Größenordnung hat sich mit der Solarbank 4 allerdings deutlich verändert.

Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro
Nennkapazität 2.688 Wh 5.024 Wh
Akkutyp LiFePO₄ LiFePO₄
MPPT 4 4
Max. PV-Eingangsleistung bis 3.600 W* bis 5.000 W
Unterstützte Solarmodule bis zu 8 bis zu 12
Standard-Plug-in-Betrieb bis 800 W bis 800 W
Max. AC-Ladeleistung bis 1.200 W bis 2.500 W
Off-Grid-Ausgang bis 1.200 W bis 2.500 W
AC-Bypass bis 2.000 W bis 3.600 W
Erweiterungsakku BP2700 BP5000
Max. Erweiterungsakkus 5 5
Max. Speicherkapazität rund 16 kWh rund 30 kWh
Ladezyklen ca. 6.000 bis zu 10.000
Schutzart IP65 IP66
WLAN Ja Ja
Bluetooth Ja Ja
Betriebstemperatur −20 bis +55 °C −20 bis +55 °C
Abmessungen 460 × 254 × 279 mm 460 × 305 × 355 mm
Gewicht 29,2 kg 50 kg
Garantie 10 Jahre 10 Jahre
Typischer Einsatz Klassische bis größere Balkonkraftwerke Große PV- und Speicherlösungen

* Anker weist bei den technischen Daten darauf hin, dass für die maximale PV-Eingangsleistung von 3.600 W mindestens ein BP2700-Erweiterungsakku angeschlossen sein soll.


Die Zahlen zeigen ziemlich deutlich, wohin Anker mit der vierten Generation geht. Die Solarbank 4 verdoppelt nicht einfach nur die Kapazität, sondern hebt das gesamte System in eine höhere Leistungsklasse. Anker selbst grenzt die Modelle ähnlich voneinander ab und empfiehlt die 4 Pro insbesondere für größere Solaranlagen und Geräte mit höherem Leistungsbedarf. 

Was ist neu bei der Anker SOLIX Solarbank 4 Pro?

Die Solarbank 4 E5000 Pro ist deutlich mehr als nur eine größere Version der Solarbank 3 Pro. Anker hat Kapazität, PV-Leistung, AC-Leistung, Erweiterbarkeit und Schutzklasse gleichzeitig angehoben. Die Basiskapazität steigt von 2,688 auf 5,024 kWh. Damit steht bereits ohne Erweiterungsakku fast doppelt so viel Speichervolumen zur Verfügung. Das ist besonders für Haushalte interessant, die regelmäßig mehrere Kilowattstunden Solarstrom vom Tag in die Abend- und Nachtstunden verschieben möchten.

Auch auf der Solarseite legt die neue Generation deutlich zu. Statt maximal 3.600 W bei der Solarbank 3 kann die Solarbank 4 bis zu 5.000 W PV-Leistung aufnehmen. Gleichzeitig steigt die mögliche Zahl der Solarmodule von bis zu acht auf bis zu zwölf. Die Zahl der MPPTs bleibt bei vier, sodass unterschiedliche Ausrichtungen oder teilweise verschattete Modulgruppen weiterhin separat geregelt werden können.

Ein weiterer großer Unterschied betrifft die AC-Leistung. Während die Solarbank 3 mit maximal 1.200 W AC-Ladeleistung arbeitet, erreicht die Solarbank 4 bis zu 2.500 W. Das passt besser zur deutlich größeren Batterieplattform, weil ein Speicher mit mehr als 5 kWh Kapazität sonst entsprechend lange zum Laden benötigen würde.

Auch beim Off-Grid-Betrieb wird die neue Generation deutlich stärker. Die Solarbank 3 liefert am entsprechenden Ausgang bis zu 1.200 W, die Solarbank 4 dagegen bis zu 2.500 W. Damit können bei einem Stromausfall auch leistungsstärkere direkt angeschlossene Verbraucher versorgt werden. Diese Off-Grid-Leistung darf allerdings nicht mit der regulären Einspeiseleistung eines steckerfertigen Balkonkraftwerks verwechselt werden.

Bei der Erweiterbarkeit macht Anker ebenfalls einen großen Schritt. Die Solarbank 3 lässt sich mit BP2700-Erweiterungsakkus auf rund 16 kWh ausbauen. Die Solarbank 4 nutzt dagegen größere BP5000-Batterien und erreicht mit bis zu fünf Erweiterungsakkus rund 30 kWh Gesamtkapazität. Damit bewegt sich das System bereits klar in Richtung größerer Heimenergiespeicherung.

Hinzu kommen Verbesserungen bei Robustheit und Lebensdauer. Die Schutzart steigt von IP65 auf IP66, während Anker für die Solarbank 4 bis zu 10.000 Ladezyklen nennt. Die Solarbank 3 liegt bei etwa 6.000 Zyklen. Für ein langfristig geplantes Energiesystem sind diese Unterschiede relevant, weil der Speicher über viele Jahre regelmäßig geladen und entladen werden soll.

Insgesamt zeigt sich, dass die Solarbank 4 nicht einfach nur ein Modellupdate ist. Sie verschiebt die gesamte Plattform in eine höhere Leistungsklasse. Die Solarbank 3 bleibt ein leistungsfähiger Speicher für klassische und größere Balkonkraftwerke, während die Solarbank 4 stärker auf große Modulflächen, höheren Verbrauch und deutlich mehr Ausbaureserve ausgelegt ist.

Performance-Unterschiede in der Praxis

Auf dem Datenblatt ist die Solarbank 4 Pro klar leistungsstärker, im Alltag hängt der tatsächliche Vorteil aber davon ab, wie viel Solarstrom überhaupt zur Verfügung steht und wie regelmäßig die zusätzliche Kapazität genutzt wird. Bei einem Balkonkraftwerk mit vier Modulen und etwa 2 bis 3 kWh täglichem Solarüberschuss kann die Solarbank 3 Pro bereits sehr gut passen. Ihre 2,688 kWh Basiskapazität reichen in diesem Szenario häufig aus, um einen großen Teil des überschüssigen Stroms vom Tag in die Abend- und Nachtstunden zu verschieben.

Bei größeren Anlagen verändert sich das Bild. Entstehen an sonnigen Tagen regelmäßig 5 kWh oder mehr Überschuss, erreicht die Solarbank 3 Pro ihre Kapazitätsgrenze entsprechend früher. Die 5,024 kWh der Solarbank 4 Pro bieten hier deutlich mehr Puffer, ohne dass direkt ein Erweiterungsakku benötigt wird. Gleichzeitig kann die vierte Generation mehr PV-Leistung aufnehmen, wodurch sie bei entsprechend großer Modulfläche auch schneller mit hoher Leistung geladen werden kann.

Bei der Ladegeschwindigkeit ist deshalb nicht nur die größere Maximalleistung entscheidend. Wie schnell der Speicher tatsächlich voll wird, hängt unter anderem von Sonneneinstrahlung, Modulausrichtung, Verschattung, aktuellem Hausverbrauch und Ladezustand ab. Die höhere mögliche Eingangs- und AC-Ladeleistung der Solarbank 4 Pro spielt ihre Vorteile vor allem dann aus, wenn genügend Energie zur Verfügung steht. Bei einer kleinen Anlage mit begrenztem Überschuss lädt ein größerer Speicher dagegen nicht automatisch schneller.

Auch beim Wirkungsgrad sollte man sich nicht nur von den höheren Leistungswerten leiten lassen. Bei beiden Systemen entstehen Verluste beim Laden, Speichern, Umwandeln und späteren Entladen der Energie. Entscheidend für die Praxis ist daher vor allem, dass die Speichergröße zum eigenen Verbrauch passt. Ein kleinerer Speicher, der regelmäßig sinnvoll geladen und entladen wird, kann wirtschaftlicher sein als ein deutlich größeres System, dessen zusätzliche Kapazität einen Großteil des Jahres ungenutzt bleibt.

Beim Geräuschpegel ist dagegen kein entscheidender Praxisvorteil eines der beiden Modelle zu erwarten. Beide Speicher sind für den Einsatz im Wohnumfeld konzipiert und arbeiten im normalen Betrieb überwiegend unauffällig. Betriebsgeräusche können abhängig von Leistung, Temperatur und Kühlung auftreten. Da keine belastbaren vergleichbaren Geräuschmessungen für beide Modelle vorliegen, würde ich hier bewusst keine konkrete Dezibel-Angabe oder einen vermeintlichen „Sieger“ nennen.

Neben der reinen Performance spielt auch der Aufstellort eine Rolle. Die Solarbank 3 Pro wiegt rund 29,2 kg, die Solarbank 4 Pro etwa 50 kg und ist zusätzlich tiefer gebaut. Auf einem kleinen Balkon oder an einem schwer zugänglichen Standort kann die kompaktere Solarbank 3 deshalb praktischer sein. Wer dagegen ausreichend Platz hat und regelmäßig hohe Solarüberschüsse erzeugt, kann die zusätzliche Kapazität und Ladeleistung der Solarbank 4 wesentlich besser ausnutzen.

Speicher erweitern: BP2700 vs. BP5000

Ein besonders großer Unterschied zwischen der Solarbank 3 Pro und der Solarbank 4 Pro zeigt sich beim späteren Ausbau. Die Solarbank 3 Pro startet mit 2,688 kWh Speicherkapazität und kann mit bis zu fünf BP2700-Erweiterungsbatterien schrittweise auf rund 16,1 kWh Gesamtkapazität ausgebaut werden. Dadurch lässt sich zunächst mit der Basiseinheit starten und später zusätzliche Kapazität ergänzen, wenn der Stromverbrauch oder die PV-Leistung steigt.

Die Solarbank 4 Pro beginnt dagegen bereits mit 5,024 kWh und nutzt die deutlich größeren BP5000-Erweiterungsakkus. Auch hier können bis zu fünf Zusatzbatterien ergänzt werden. Voll ausgebaut erreicht das System damit rund 30,1 kWh Speicherkapazität und bietet nahezu doppelt so viel Ausbaureserve wie die Solarbank 3 Pro.

Ausbau Solarbank 3 Pro Solarbank 4 Pro
Basiseinheit 2,688 kWh 5,024 kWh
+ 1 Erweiterungsakku ca. 5,4 kWh ca. 10,0 kWh
+ 2 Erweiterungsakkus ca. 8,1 kWh ca. 15,1 kWh
+ 3 Erweiterungsakkus ca. 10,8 kWh ca. 20,1 kWh
+ 4 Erweiterungsakkus ca. 13,4 kWh ca. 25,1 kWh
+ 5 Erweiterungsakkus ca. 16,1 kWh ca. 30,1 kWh

Für ein klassisches Balkonkraftwerk werden solche Maximalgrößen allerdings häufig gar nicht benötigt. Die Erweiterbarkeit ist deshalb vor allem eine Zukunftsreserve und nicht automatisch ein Argument für den größtmöglichen Speicher. Wer beispielsweise dauerhaft nur rund 2 kWh Solarüberschuss am Tag produziert, würde einen Speicher mit 20 oder 30 kWh Kapazität kaum sinnvoll ausnutzen.

Anders sieht es aus, wenn die Anlage später um weitere Solarmodule erweitert werden soll, der Stromverbrauch steigt oder zusätzlich größere Verbraucher versorgt werden sollen. Auch bei einer stärkeren Backup-Nutzung oder einer Kombination mit dynamischen Stromtarifen kann eine größere Speicherkapazität interessant werden. In diesen Szenarien bietet die Solarbank 4 Pro mit dem BP5000-System deutlich mehr langfristige Ausbaureserve, während die Solarbank 3 Pro für viele klassische Balkonkraftwerke bereits ausreichend flexibel bleibt.

1.200-W-Freischaltung: Nur bei der Solarbank 3 Pro?

Bei den 1.200 W der Solarbank 3 Pro muss genau unterschieden werden, welche Leistung gemeint ist. Im normalen steckerfertigen Betrieb liegt die netzgekoppelte AC-Ausgangsleistung weiterhin bei bis zu 800 W. Die 1.200 W beziehen sich nicht einfach auf eine frei zuschaltbare höhere Einspeisung über den normalen Stecker, sondern auf andere Betriebsarten und Systemkonfigurationen. Anker nennt für die Solarbank 3 E2700 Pro unter anderem eine maximale AC-Ladeleistung von 1.200 W sowie bis zu 1.200 W Leistung pro Einheit in entsprechend ausgelegten Power-Dock-Systemen. 

Wichtig: 1.200 W sind nicht automatisch Plug-and-Play

Wichtig: 1.200 W sind nicht automatisch Plug-and-Play

Im normalen steckerfertigen Betrieb bleibt die netzgekoppelte Leistung auf bis zu 800 W begrenzt. Höhere Leistungen sind nur in entsprechend ausgelegten Systemkonfigurationen möglich und können zusätzliche technische Anforderungen, eine Elektrofachkraft sowie eine Anmeldung beim Netzbetreiber erfordern.

Für den klassischen Plug-and-Play-Betrieb eines Balkonkraftwerks bleibt deshalb die 800-W-Grenze entscheidend. Soll die Solarbank 3 Pro mit höherer netzgekoppelter Leistung betrieben werden, reicht es nicht aus, in der App einfach eine höhere Zahl freizuschalten. Bei größeren fest eingebundenen Systemen kommen zusätzliche Komponenten wie das Anker SOLIX Power Dock sowie die entsprechenden Anforderungen an Installation und Anmeldung ins Spiel. Anker weist selbst darauf hin, dass Systeme oberhalb der Grenzen eines Balkonkraftwerks als reguläre netzgekoppelte PV-Anlage behandelt werden müssen. 

Bei der Solarbank 4 Pro verschiebt sich diese Grenze noch einmal deutlich. Im normalen Plug-and-Play-Betrieb arbeitet auch sie mit bis zu 800 W netzgekoppeltem Ausgang. Über PluginPower™ 2.0 sind laut Anker jedoch bis zu 2.500 W Netzeinspeisung möglich. Dafür ist ein eigener, entsprechend angepasster Stromkreis notwendig, die Installation muss von einer qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden und das System muss entsprechend beim Netzbetreiber angemeldet werden. Der integrierte Off-Grid-Ausgang kann ebenfalls bis zu 2.500 W bereitstellen. 

Die oft gesuchte „1.200-W-Freischaltung“ ist deshalb etwas missverständlich. Weder bei der Solarbank 3 noch bei der Solarbank 4 bedeutet eine höhere technische Ausgangsleistung automatisch, dass diese Leistung einfach über den normalen Balkonkraftwerk-Anschluss ins Hausnetz eingespeist werden darf. Entscheidend ist immer, ob das System als steckerfertiges Balkonkraftwerk betrieben wird oder als größere, fachgerecht installierte PV-Lösung.

Unterschied Anker SOLIX 2 und 3 Pro: Was Bestandskunden wissen sollten

Obwohl die Solarbank 2 bei Balkonstrom® nicht mehr im aktuellen Fokus steht, bleibt der Vergleich für Bestandskunden relevant.

Der zentrale Unterschied zwischen Anker SOLIX 2 und 3 liegt bei Kapazität, PV-Leistung und Erweiterbarkeit. Die Solarbank 2 E1600 Pro startete mit 1.600 Wh, während die Solarbank 3 E2700 Pro auf 2.688 Wh kommt. Die maximale PV-Eingangsleistung steigt von 2.400 auf 3.600 W, und statt maximal etwa 9,6 kWh lässt sich die dritte Generation auf rund 16 kWh ausbauen. Pasted markdown

Wer also nach Anker SOLIX 2 vs. 3 oder Anker SOLIX 2 Pro vs. 3 Pro sucht, bekommt eine recht klare Antwort: Die dritte Generation bietet wesentlich mehr Ausbaureserve und eignet sich besser für größere Modulflächen und höhere Solarüberschüsse.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Besitzer einer Solarbank 2 zwingend wechseln sollten. Ist bereits ein funktionierendes System vorhanden und passt dessen Kapazität zum Verbrauch, entsteht allein durch den Generationswechsel kein zwingender wirtschaftlicher Grund für einen Austausch.

Interessant ist außerdem, dass Anker bei der Solarbank 3 bewusst eine Brücke zur Vorgängergeneration geschaffen hat. Der Hersteller nennt die Kompatibilität mit dem 1,6-kWh-Erweiterungsakku der Solarbank 2; umgekehrt ist der BP2700 laut Anker auch mit Solarbank-2-Pro-, Plus- und AC-Modellen kompatibel. 

Der frühere Vergleich Anker SOLIX Solarbank 2 vs. 3 bleibt also für Erweiterungen und Bestandsanlagen wichtig. Für einen Neukauf ist heute jedoch die Frage Solarbank 3 oder Solarbank 4 deutlich relevanter.

Ist die Anker SOLIX 4 der Nachfolger der Solarbank 3 Pro?

Ja. Die Solarbank 4 E5000 Pro ist die aktuelle nächste Generation der Serie. Sie ersetzt die Solarbank 3 Pro aber nicht eins zu eins für jeden Einsatzzweck.

Das zeigt bereits die Kapazität:

Modell Basiskapazität Typischer Einsatz
Solarbank 2 Pro 1,6 kWh ältere kleine Systeme
Solarbank 3 Pro 2,688 kWh klassische bis größere Balkonkraftwerke
Solarbank 4 Pro 5,024 kWh große PV- und Speicherlösungen

Die Solarbank 4 startet fast doppelt so groß wie die Solarbank 3. Dazu kommen 50 kg Gewicht und eine Ausbaugrenze von rund 30 kWh. 

Der Anker SOLIX 3 Pro Nachfolger ist damit weniger ein einfacher Modellwechsel als eine Erweiterung nach oben. Für ein kleines Balkonkraftwerk kann die Solarbank 3 weiterhin besser dimensioniert sein. Wer dagegen mehrere Kilowatt PV-Leistung, hohe Lasten und viel Speicher plant, bekommt mit der vierten Generation die stärkere Plattform.

Die ursprüngliche Artikelversion behandelte die Solarbank 4 noch teilweise als zukünftige beziehungsweise erwartete Generation. Das ist inzwischen überholt: Die Solarbank 4 E5000 Pro ist offiziell vorgestellt und wird von Anker regulär angeboten. 

Solarbank 3 Pro vs. 4 Pro: Vor- und Nachteile

Beide Modelle haben klare Stärken, richten sich aber an unterschiedliche Anforderungen. Die Solarbank 3 Pro ist kompakter und für viele typische Balkonkraftwerke bereits sehr leistungsfähig, während die Solarbank 4 Pro deutlich mehr Kapazität, PV-Leistung und Ausbaureserve bietet.

Modell Vorteile Nachteile
Solarbank 3 Pro
  • Kompakter und deutlich leichter
  • 2,688 kWh für viele Haushalte passend
  • Bis zu 3.600 W PV-Eingang
  • Auf rund 16 kWh erweiterbar
  • Bis zu 1.200 W Off-Grid-Leistung
  • Für klassische Balkonkraftwerke oft passend dimensioniert
  • Geringere Basiskapazität
  • Weniger PV-Leistung als die 4 Pro
  • Geringere maximale Ausbaukapazität
  • Schwächere Off-Grid-Leistung
Solarbank 4 Pro
  • 5,024 kWh Basiskapazität
  • Bis zu 5.000 W PV-Eingang
  • Bis zu zwölf Solarmodule
  • Auf rund 30 kWh erweiterbar
  • Bis zu 2.500 W Off-Grid-Leistung
  • Höhere Ladeleistung
  • Mehr Reserven für große Systeme
  • Deutlich größer und schwerer
  • Für kleine Balkonkraftwerke häufig überdimensioniert
  • Zusätzliche Kapazität lohnt sich nur bei entsprechendem Bedarf

Die Solarbank 3 Pro ist damit vor allem dann interessant, wenn du ein klassisches oder größeres Balkonkraftwerk betreibst und Wert auf ein kompaktes, flexibel erweiterbares System legst. Sie bietet bereits viel Leistung, ohne direkt in die Größenordnung eines großen Heimenergiespeichers zu gehen.

Die Solarbank 4 Pro spielt ihre Vorteile dagegen aus, wenn regelmäßig hohe Solarüberschüsse entstehen, mehr Module angeschlossen werden sollen oder ein langfristiger Ausbau auf deutlich mehr Speicherkapazität geplant ist. Gerade bei hohem Nachtverbrauch oder einer stärkeren Backup-Nutzung bietet sie wesentlich mehr Reserve.

Solarbank 3 Pro oder 4 Pro: Welche passt zu dir?

Die sinnvollste Entscheidung ergibt sich weniger aus dem Datenblatt als aus drei Fragen: Wie viel Solarstrom produzierst du, wie viel davon möchtest du verschieben und wie groß soll dein System später werden?

Die Solarbank 3 Pro passt besser, wenn du ein typisches Balkonkraftwerk betreibst, einige Kilowattstunden am Abend speichern möchtest und ein kompakteres System bevorzugst. Mit bis zu acht Solarmodulen, 3.600 W PV-Eingang und rund 16 kWh maximaler Erweiterung bietet sie bereits sehr viel Spielraum.

Die Solarbank 4 Pro passt besser, wenn 5 kWh Basiskapazität tatsächlich genutzt werden, eine größere PV-Fläche vorhanden ist oder später ein sehr großes Speichersystem entstehen soll. Auch für Nutzer, denen eine höhere Off-Grid-Leistung wichtig ist, hat die 4 Pro einen deutlichen Vorteil.

Ausgangssituation Empfehlung Warum?
Klassisches Balkonkraftwerk Solarbank 3 Pro Für typische Balkonkraftwerke meist passend dimensioniert
2 bis 4 Solarmodule Solarbank 3 Pro 2,688 kWh Basiskapazität bieten bereits gute Reserven
Bis zu 8 Solarmodule Solarbank 3 Pro Bis zu 3.600 W PV-Eingangsleistung
Größere Modulfelder Solarbank 4 Pro Bis zu 5.000 W PV-Eingang und bis zu 12 Solarmodule
Rund 2 bis 3 kWh Speicherbedarf Solarbank 3 Pro Basiskapazität passt gut zu moderatem Abend- und Nachtverbrauch
Rund 5 kWh Speicherbedarf Solarbank 4 Pro 5,024 kWh bereits in der Basiseinheit
Kleiner Balkon oder wenig Stellfläche Solarbank 3 Pro Kompakter und deutlich leichter
Ausbau bis rund 16 kWh Solarbank 3 Pro Erweiterung mit BP2700 möglich
Ausbau deutlich über 16 kWh Solarbank 4 Pro Ausbau auf rund 30 kWh möglich
Hoher Nachtverbrauch Solarbank 4 Pro Größere Kapazitätsreserve ab Werk
Stärkere Notstromversorgung Solarbank 4 Pro Bis zu 2.500 W am Off-Grid-Ausgang
Bestes Gesamtpaket für typische Balkonkraftwerke Solarbank 3 Pro Gute Balance aus Kapazität, Leistung und Größe
Großes langfristiges Energiesystem Solarbank 4 Pro Deutlich höhere Kapazitäts- und Leistungsreserven

Unterm Strich ist die Solarbank 3 Pro für viele klassische Balkonkraftwerke weiterhin der bessere Allrounder. Die Solarbank 4 Pro wird besonders dann interessant, wenn ihre höhere Kapazität und Leistung tatsächlich genutzt werden können oder das System langfristig deutlich wachsen soll.

Wer sich genauer mit der dritten Generation beschäftigen möchte, findet weitere Funktionen und Einsatzmöglichkeiten im bestehenden Solarbank 3 Pro Blog.

Starte jetzt den Produktfinder & spare Stromkosten

Preis-Leistung: Ist die Solarbank 4 automatisch die bessere Wahl?

Bei einem Speicher sollte nicht nur der Preis pro Kilowattstunde betrachtet werden. Ein größerer Akku kann rechnerisch ein attraktives Verhältnis aus Kapazität und Anschaffungspreis bieten, wirtschaftlich ist das aber nur dann relevant, wenn diese Kapazität auch tatsächlich genutzt wird.

Ein einfaches Beispiel: Erzeugt dein Balkonkraftwerk selbst an guten Tagen nur 2 kWh überschüssige Energie, bleibt ein 5-kWh-Speicher häufig zu großen Teilen ungenutzt. In diesem Fall kann die kleinere Solarbank 3 trotz weniger Kapazität die sinnvollere Investition darstellen.

Bei einer größeren Solaranlage mit regelmäßig 5 oder mehr Kilowattstunden Überschuss verändert sich die Rechnung. Hier müsste die Solarbank 3 früher erweitert werden, während die Solarbank 4 bereits ab Werk 5,024 kWh bereitstellt.

Die beste Preis-Leistung liefert deshalb nicht automatisch der Speicher mit dem niedrigsten Preis pro kWh, sondern der Speicher, dessen Kapazität regelmäßig genutzt werden kann.

Aktuelle Angebotspreise ändern sich häufig. Für den Vergleich würde ich deshalb nicht mit dauerhaft festgeschriebenen Preisen im Artikel arbeiten, sondern die aktuellen Shoppreise von Solarbank 3 und Solarbank 4 heranziehen.

Preis-Leistungs-Einschätzung

Solarbank 3 Pro: Die bessere Wahl, wenn du einen Speicher suchst, der für ein klassisches Balkonkraftwerk meist passend dimensioniert ist und ein gutes Verhältnis aus Kapazität, Leistung und Größe bietet.

Solarbank 4 Pro: Die bessere Wahl, wenn du die höhere Basiskapazität, mehr PV-Leistung und die größere Ausbaureserve tatsächlich nutzen kannst. Dann kann sich der höhere Einstiegspreis langfristig eher rechtfertigen.

Fazit: Solarbank 3 Pro bleibt der Allrounder, Solarbank 4 Pro ist die neue Oberklasse

Die Frage Solarbank 3 Pro oder Solarbank 4 Pro lässt sich nicht allein anhand der höheren Leistungswerte entscheiden.

Für viele Balkonkraftwerke bleibt die Solarbank 3 E2700 Pro die ausgewogenere Lösung. 2,688 kWh Basiskapazität, vier MPPTs, bis zu 3.600 W PV-Eingang und eine Erweiterbarkeit auf rund 16 kWh decken bereits einen großen Bereich typischer Haushalte ab.

Die Solarbank 4 E5000 Pro richtet sich an größere Systeme. 5,024 kWh Basiskapazität, bis zu 5.000 W PV-Eingang, maximal zwölf Solarmodule, 2.500 W Off-Grid-Leistung und bis zu rund 30 kWh Speicher machen sie zur deutlich leistungsfähigeren Plattform.

Wer ein klassisches Balkonkraftwerk betreibt und einige Kilowattstunden Solarstrom in den Abend verschieben möchte, muss deshalb nicht zwangsläufig zur neuesten Generation greifen. Wer dagegen größere Modulflächen, einen hohen Stromverbrauch oder langfristig ein umfangreicheres Heimenergiesystem plant, bekommt mit der Solarbank 4 deutlich mehr Reserven.

Der frühere Vergleich Anker SOLIX 2 vs. 3 bleibt für Bestandskunden und Erweiterungen relevant. Für einen Neukauf lautet die entscheidende Frage heute jedoch: kompakter und ausgewogener mit der Solarbank 3 Pro oder größer und leistungsstärker mit der Solarbank 4 Pro?

Wer sich für die kompaktere Lösung entscheidet, kann hier die Anker SOLIX Solarbank 3 Pro kaufen oder passende Solarbank 3 Pro Komplettsets vergleichen.

FAQ

Rebecca Elers

Weiterlesen

Großer Heimspeicher mit Wechselrichter und Stromzähler in einem modernen Hauswirtschaftsraum, im Hintergrund ein heller Wohnbereich.
Moderner Balkonkraftwerk-Speicher auf einer Terrasse bei Sonnenuntergang, links vor einer Hauswand aufgestellt und per Kabel angeschlossen; rechts daneben zwei Solarmodule, im Hintergrund Pflanzen und warme Abendstimmung.

Erfahre als Erster von neuen Angeboten & Informationen mit dem Balkonstrom® Newsletter!

Bleibe immer auf dem Laufenden über exklusive Angebote, innovative Produkte und spannende Neuigkeiten rund um die Welt der Balkonkraftwerke.

Erfahre als Erster von neuen Angeboten & Informationen mit dem Balkonstrom® Newsletter!

Bleibe immer auf dem Laufenden über exklusive Angebote, innovative Produkte und spannende Neuigkeiten rund um die Welt der Balkonkraftwerke.

Unsere Balkonkraftwerk-Sets

Alle Pakete enthalten aufeinander abgestimmte Komponenten, die einfach zusammengesetzt und montiert werden können (Plug & Play).